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Wie geht die Evolution weiter?

Wie eine Bombe schlug vor gut 150 Jahren Darwins Evolutionslehre in das "christliche Abendland" ein. Endgültig schien ein "Schöpfer" überflüssig geworden zu sein. Der Sturm auf die letzte Bastion des Christentums konnte genommen werden.
Wie auch in anderen Bereichen der Forschung schien nun alles aus "innerweltlichen" Gesetzmäßigkeiten erklärbar. Gott war nun endgültig überflüssig geworden. So schien es wenigstens.
Und viele, moderne Zeitgenossen sind heute noch dieser Überzeugung. Aber inzwischen hat sich einiges getan, das noch nicht ins Bewusstsein der allgemeinen Öffentlichkeit gedrungen ist.
Die Naturwissenschaft, seit Kant, sich durchaus ihrer Grenzen bewusst, dann aber der Hybris verfallen, für alles eine materielle Erklärung zu haben und so die Menschen verführend, sah sich gezwungen auf das ihr gesetzte Maß zurückzugehen. Was war geschehen?

Einstein mit seiner Relativitätstheorie und die sogenannte Quantenphysik erschütterten das festgefügte Weltbild der Physik. Der subatomare Bereich eröffnete Dimensionen jenseits der kausalen Erklärbarkeit. Neue Weltmodelle mussten entworfen werden. David Bohm, ein Schüler, Einsteins, sprach von einem eingeschachteltem Universum.
Für die Kosmologie wurde der "Big Bang" (Urknall) zum Beginn unseres Universums. Erst mit diesem Zeitpunkt wurde Materie. Doch was war davor?
Jedenfalls nichts, das mit materiellen Forschungsmethoden erklärt werden kann. Namhafte Astronomen, wie der als "Mister Cosmology" bekannte Allan Sandage konnte deshalb nicht anders als zu bekennen: "Als junger Mann war ich praktizierender Atheist.", doch "Die Erforschung des Universums hat mir gezeigt, dass die Existenz von Materie ein Wunder ist, das sich nur übernatürlich erklären lässt." Und der Astronom Tamman meint "Wer klar bei Verstand ist, kann die Möglichkeit eines Schöpfers nicht ernsthaft ausschließen." Das sind deutliche Worte.

Doch natürlich, Sie sind kein Wissenschaftler, und sehen auch keinen Grund sich eingehend mit wissenschaftlichen Theorien zu beschäftigen. Wer hat schon die Zeit und das Verständnis dafür? Wir sind einfach denkende Menschen, die versuchen so gut wie möglich ihre Leben zu leben.
Und doch existieren wir in einer Welt, über deren Beschaffenheit wir schon einige Kenntnisse haben sollten.
Unwissenheit führt mit Sicherheit dazu, das wir Schwierigkeiten haben, die nicht sein müssten. Gedankenlosigkeit macht sich nicht bezahlt. Für die meisten Zeitgenossen ist (deshalb) nicht "Wissen" der Maßstab, sondern der Glaube. Entweder glaubt man der Wissenschaft oder man ist religiös. Beidem aber liegt "Wissen" zu Grunde.
Wer also wissend werden will, kann das sowohl innerhalb der Naturwissenschaften, als auch der Religion. Wissend wird man, indem man tiefer eindringt, in das was andere bereits erforscht haben oder unmittelbar in die Wirklichkeit. Bisher schien das, was die Wissenschaft sagte im Gegensatz zu dem zu stehen, was die Religion sagte. Aber, wie wir sahen, ist dem nicht mehr so. Religion, da sie immer schon den Geist und die Seele einschloss ist umfassender und tiefgründiger.
Betrachtet man Stein, Pflanze, Tier und Mensch, stellt man eine aufsteigende Linie fest: Während der Stein noch ganz von äußeren Bedingungen abhängig ist, besitzt die Pflanze bereits ein Eigenleben, das sich im Tier dahingehend steigert, dass es sich frei in der Natur bewegen kann. Im Menschen erreicht die Freiheit gegenüber der Natur seinen Gipfelpunkt. Er kann nicht nur über sie nachdenken und aus seinen Beobachtungen und Erfahrungen Schlüsse ziehen, sondern sogar schöpferisch wirken. Unsere gesamte Wissenschaft und Technik, alle kulturellen Leistungen der Menschheit sind ein beredtes Beispiel für die Herrschaft des Geistes über die Materie.
Die Evolutionstheorie sieht in dieser aufsteigenden Linie eine Entwicklung vom Niederen zum Höheren. Unabhängig davon, ob man der Evolutionstheorie in ihrer gegenwärtigen Gestalt zustimmt oder nicht, mag die Frage berechtigt sein, wie es nun weitergehe.

Ist unsere technische Entwicklung - eine Fortführung der Evolution? Scheinbar erfährt unsere Freiheit von der Natur in ihr eine Steigerung. Mittels der Technik können wir nicht nur mit nie dagewesener Geschwindigkeit Land und Meer überwinden, nein uns sogar in den Luftraum und in das Weltall erheben. Wir können in sekundenschnelle mit jedem Teil der Welt kommunizieren. Auch im täglichen Leben und in der Arbeit hat sie uns manche Annehmlichkeit gebracht. Aber - wir selbst haben uns nicht entwickelt. Wir sind nicht besser und auch nicht glücklicher geworden als vor hundert Jahren.

Wir haben uns mit der Technik willige Diener geschaffen. Würde man diese uns wieder nehmen, ständen wir sicher schlechter da als manches Naturvolk jetzt. Anstatt wirkliche Herrscher zu werden haben wir die Herrschaft an die Maschinen delegiert. So kann sicher nicht die Fortführung der Evolution aussehen. Wir sind, so scheint es, auf einen Holzweg geraten.

Sehen wir uns noch einmal das Wirken der Evolution bis zum Menschen an. Wir erkennen eine Herausentwicklung aus der Natur zu immer größerer Freiheit. Die Natur selbst ist Unfreiheit. Hier ist alles abhängig von äußeren Faktoren. Besonders eindrücklich ist das an der unbelebten Materie festzustellen. Ein Kiesel kommt nicht allein ins Rollen, sondern nur wenn er von Außen angestoßen wird.

Ganz anders das Lebendige. Hier sind innere Faktoren maßgebend. Diese innere Kraft, die den Stoff überwindet und in seinen Dienst stellt, nennen wir Freiheit. Damit erweist sich das Lebendige in seinem Wesen als "über der Natur stehend", als übernatürlich.
Dieser Gedanke konsequent weitergedacht führt zu der Annahme, dass das Leben an sich bereits vor der Natur existiert und diese überhaupt erst zum Vorschein bringt. Vielleicht ließe sich so beantworten, was vor dem sogenannten "Urknall" war? Das Leben.

Lässt sich dieser Gedankengang aber auch an Erscheinungen des Daseins auf seine Richtigkeit hin überprüfen? Ja, auch das ist möglich. Täglich nutzen wir unseren Geist um Herrschaft über die Materie auszuüben. Die Kraft des positiven Denkens auf die Seele und zur Heilung körperlicher Beschwerden haben schon viele erfahren. Durch Yoga oder Hypnose lassen sich vielfältige Veränderungen, bis zur Schmerzausschaltung, erleben. Das alles sind Tatsachen. Aber damit nicht genug. Auch telepathische Erscheinungen, d.h. Informationsübermittlung von Seele zu Seele, Wahrträume, Telekinese, d.h. Bewegung physischer Körper unmittelbar durch Gedankenkraft, alle diese unter dem Begriff "Parapsychologie" bekannten Phänomene, lassen sich längst nicht mehr leugnen.
Selbst Sowjetideologen mussten sich diese Tatsachen zähneknirschend eingestehen, wie in der "Großen Sowjet-Enzyklopädie" 1975 zu lesen war: "Bei den Erscheinungen, die unter dem Begriff Parapsychologie zusammengefasst werden, muß man zwischen scheinbaren...und solchen die real existieren unterscheiden." Selbst Nahtoderlebnisse und Erinnerungen an frühere Erdenleben lassen sich so sinnvoll einordnen.

Wie müsste nun die Fortführung der Evolution aussehen? Doch sicher in der Erweiterung der Freiheit und nicht in einer erneuten Versklavung. Es kommt also darauf an immer unabhängiger von der Natur zu werden. Wie könnte das aussehen?

Wenn wir das Ziel der Evolution zu unserem persönlichen Ziel machen, dann werden wir von unseren Begierden, die stets nach unersättlicher Erfüllung streben und doch nie wahrhaft befriedigt werden, frei werden. Unser Ziel wird nicht mehr sein, unsere Zeit, unsere Kraft und unser Geld für den Erwerb ständig neuer Güter einzusetzen, sondern wir werden zufrieden sein, wenn wir zu essen, zu trinken und ein Dach über dem Kopf haben.
Damit wird ein gewaltiger Reichtum freigesetzt, der denen zu gute kommen kann, die jetzt nicht einmal das haben. Unser Leben wird so einen wirklichen Sinn bekommen. Wir werden erkennen, was wirklich glücklich macht, was uns Zufriedenheit, inneren frieden schenkt. Denn es sind doch unsere evolutionsfeindlichen Gewohnheiten, die uns in einer Spirale der Unzufriedenheit und der Zerstörung gefangen halten. Diesen Bann werden wir durchbrechen.
Überall auf der Welt gibt es bereits zahlreiche Menschen, die mehr oder weniger konsequent den Weg der Evolution gehen. Jesus Christus war derjenige, der bereits das Evolutionsziel erreicht hat.

1 Kommentar:

Ingo hat gesagt…

wenn sie sich von Gott zum Thema Aufwärtsentwicklung (Darwin) belehren lassen wollen anstatt weltlichen Lehren anzuhängen, dann empfehle ich:

http://bertha-dudde.info/suche/index.php?&search_res_page=1&suchausdruck=aufw%E4rtsentwicklung&von_Year=1937&von_Month=01&bis_Year=1965&bis_Month=12&exact=1