« Staunen ist der erste Grund der Philosophie. » Aristoteles


Wissenschaft und Glaube

Auf ZEIT - ONLINE diskutierten kürzlich ein Physiker (Gerhard Börner, Kosmologe am Max - Planck - Institut für Astrophysik in Garching) und ein Philosoph (Bernulf Kanitscheider, Uni Gießen) die Frage Können gute Wissenschaftler religiös sein?

Das Pro kam vom Physiker mit der Begründung, dass die Quantenphysik und der Urknall "Freiraum für den religiösen Glauben" lassen. Eine Position, die auch hier von Anfang an in diesem Blog vertreten wurde.
Zur Quantenphysik deshalb noch einige Zitate von Koryphäen der Wissenschaft:

"Das Atom zerschlägt unseren Wahn von der Realität des Stoffes: es löst diesen in Schwingungen auf, in schwingende Energie und führt uns hinein in das Reich des Geistes. Da aber der Urgrund allen Geistes das Göttliche ist, so sind wir Gelehrten am Ende und müssen unser Wissen in die Hände der nächsten Instanz geben, in die Hand des Philosophen." (Max Planck)

"Mit der Quantentheorie, so wie wir sie rekonstruiert und gedeutet haben, ist der Gedanke voll vereinbar, dass die Wirklichkeit ein nichträumlicher individueller Prozess ist, der mit den uns geläufigen Worten als geistig zu beschreiben haben. Es ist eine alte Tradition, dass unser persönliches Bewusstsein nur eine Erscheinungsweise eines umfassenden Geistes ist" (C.F. v. Weizsäcker)


Der Philosoph hielt dagegen,wenn jemand

"die theol. Lehrsätze i. Sinne einer zutreffenden Beschreibung akzeptiert, muss er an eine echte Kontaktzone von materieller Realität und spiritueller Transzendenz glauben.
Dann sind etwa Unsterblichkeit der Seele, die ex nihilo Erschaffung des Universums und die Existenz von Wundern tatsächliche, in die empirische Welt hineinreichende Wirkungen der Transzendenz"


Damit hat Kanitscheider vollkommen Recht. Es ist das auch noch nicht ein Argument gegen den Glauben. Denn der kommt erst jetzt:

"Das führt zu Widersprüchen, die sich nur auflösen, wenn der Wissenschaftler die Überschneidungen des natürlichen und religiösen Bereichs leugnet."


In der Tat fahren gläubige Wissenschaftler zweigleisig. Sie betreiben eine Wissenschaft, die Geist und Seele in ihren Modellen der Wirklichkeit unberücksichtigt lässt. Ihre Aufgabe wäre es aber eine Paradigmenwechsel herbeizuführen, d.h. Theorien aufzustellen, die die ständigen Wechselbeziehungen zwischen Geist/Seele und Materie aufzeigen. Zum Beispiel in der Kosmologie, in der Evolution usw. Dazu aber müsste man erst einmal die geistig - seelische Wirklichkeit genauer kennenlernen.

Unser Blog leistet hier eine Pionierarbeit. Wir haben aufgezeigt, dass zur Erklärung der Welt, die Philosophie eine führende Rolle wiedererlangen muss. Wir erklären die Nahtoderlebnisse und wie Gehirn und Geist zusammenwirken. Wir erklären, wie Geist und Seele die genetischen Schalter betätigen.

1 Kommentar:

violetteki hat gesagt…

Ja, die Dominanz der Physik muss ein wenig zurückgedrängt werden. Ich denke wohl, dass es zumindest theoretisch keinen Widerspruch zwischen Naturgesetzen im physikalischen Sinn und seelischem Bewusstsein gibt, denke aber nicht, dass es primäre Aufgabe der Physik ist, diese Nachweise zu erbringen, sondern Aufgabe der Geisteswissenschaften, auch durch Akzeptanz von Rückführungen, Nahtoderlebnissen und anderen Disziplinen.